Menschenrechte 2012-Nov

Drucken

Der 10. Dezember ist der Internationale Tag der Menschenrechte. Aus diesem Anlass veranstaltet FiLL gemeinsam mit zahlreichen weiteren Augsburger Organisatoren unter dem Titel „Friedensstadt und Menschenrechte – Das ist mein Leben – für die Unversehrtheit von Frauen“.

Wir laden Sie ein zur ersten Veranstaltung am

 

12. November 2012, 19.00 Uhr: Frauen im „arabischen Frühling“
Referentinnen: Anna Riecken und Dr. Ursula Kneer, Amnesty International
Frauen sind in vielen Ländern von Nordafrika und des Nahen Ostens im Recht und im täglichen Leben benachteiligt. Im „arabischen Frühling“ haben sich zahlreiche Frauen engagiert – für ihre Gleichberechtigung und für soziale Gerechtigkeit und Demokratie insgesamt. Zwei Länderexpertinnen von Amnesty International berichten davon und diskutieren mit Ihnen die Zukunftsperspektiven.

Ein besonderer Dank gilt der Petra Kelly Stiftung für die Unterstützung.

Darüberhinaus finden noch Schulprojekte an Augsburger Gymnasien statt zu  Female Genital Mutilation (FGM) statt. Die Organisation Lebkom, welche seit Jahren in Kenia Projekte gegen diese Menschenrechtsverletzung durchführt, führt diese Projekte durch.

Gerade Jugendliche – von denen einige das Buch oder den Kinofilm „Wüstenblume“ von Waris Dairie kennen – sind vom Schicksal der Mädchen und Frauen erschüttert. Sie beschäftigen ganz konkrete Fragen, wenn das Thema Weibliche Genitalverstümmelung zur Sprache kommt. Durch einen sensiblen und lebendigen Unterricht, den die Frage „Und was hat das mit uns zu tun?“ wie ein roter Faden durchzieht, gewinnen sie Interesse an entwicklungspolitischen Fragestellungen.

Besonderheit dieses in seiner Art neuen Schul-Projektes: durch eine Fachkraft des Fulda-Mosocho-Projektes, die direkt aus Kenia berichtet, wird nachhaltiges Interesse bis hin zu gesellschaftlichem Engagement der Jugendlichen geweckt. So führt zum Beispiel ein angeleitetes Rollenspiel, in dem eine Dorfversammlung (Baraza) nachgespielt wird, zu einem Perspektivwechsel. Anstelle eines vorwurfsvollen „Wie können diese Menschen so was tun?“ beginnen Jugendliche zu verstehen, dass eine jahrhundertealte Sitte nicht im Handumdrehen, sondern nur miteinander Schritt für Schritt zu verändern ist. Sie begreifen, was es in der Entwicklungszusammenarbeit braucht, damit in immer mehr Regionen Afrikas ein Umdenken wie in Mosocho in Gange kommt.