Migration und Sicherheit

Kriminalität unter Migranten

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Männlichkeitswahn, Vorurteile, Rassismus auf beiden Seiten: Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig ist den Umgang mit kriminellen Migranten gewohnt. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE spricht sie über geschlossene Gesellschaften mit eigenen Regeln und Wege aus der Misere.

 

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Am 3. Juli 2008 veranstaltete FiLL im Rathaus Augsburg ein Hearing „Kriminalität von Migrantenjugendlichen – zwischen sachlicher Betrachtung und Skandalisierung".
An der Veranstaltung nahmen ca. 200 Personen teil.
Ca. 200 Besucher
Der Augsburger Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl sprach zur Begrüßung und Prof. Rainer Liebich vom FILL Vorstand moderierte die Veranstaltung  und führte in das Thema ein.

Als Experten waren vertreten:

  • Kriminaldirektor Erwin Böck vom Polizeipräsidium Schwaben
  • Hartmut Wätzel, Leiter der Strafabteilung am Amtsgericht Augsburg
  • Ismail Kul, Redakteur ZAMAN, Zukunft
  • Mandana Mauss und Moritz Sode, Rechtsanwälte
  • Klaus Maciol Jugendhilfe- und Biidungsplaner
  • Arkadij Ruf, Leiter der Jugendgerichtshilfe
  • Erwin Schletterer, Geschäftsführer der Initiative Brücke

Zeitungsberichte über Kriminalität und Gewalttaten von jugendlichen Migranten zeigen, dass es in unserer Gesellschaft ein Problem gibt. Sie belegen aber auch, dass die Berichterstattung der Medien die Öffentlichkeit beeinflussen und Vorurteile über eine Gruppe verstärken kann.
Die Stadt Augsburg, das Frohsinn Bildungszentrurn und FILL wollten dieses Thema vor allem mit den Eltern potentieller Straftäter aus dem Jugendbereich besprechen und mit ihnen diskutieren, welche aktuellen Probleme es gibt. Die Veranstaltung richtete sich aber auch an Multiplikatoren der Jugend- und Integrationsarbeit.
Namhafte Referenten aus den Bereichen Journalismus, Polizei, Justiz, Rechtswesen und Jugendarbeit konnten als Referenten gewonnen werden. um das vielschichtige Thema von allen Seiten zu beleuchten. In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass komplexe Probleme nur dann gelöst werden können, wenr die Akteure aller Seiten zusammenarbeiten.
Sicher gibt es in den gesellschaftlichen Gruppen kulturelle Unterschiede, die nicht als Ausrede für Kriminalität missbraucht werden dürfen, auch darf es keine Unterschiede bei der Behandlung im Strafverfahren geben. Aber nur die sachliche Informalion über das Justizwesen und die Präventionsmöglichkeiten in unser Gesellschaft können zu einer nachhaltigen Problemlösung beitragen.
Der kulturelle Dialog kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten mehr voneinander wissen.